Pannenset/Notfall-Ausrüstung

Wer eine Motorradreise unternimmt, darf sich auf aufregende Abenteuer freuen. Doch wie bei jeder Tour können auch auf zwei Rädern unerwartete Probleme auftreten. Gerade technische Defekte können den Reisefluss schnell unterbrechen. Um in solchen Fällen gut gerüstet zu sein, gehört ein Motorrad-Pannenset zur unverzichtbaren Notfallausrüstung.

Ein solches Set enthält alles, was nötig ist, um kleinere Pannen schnell und eigenständig zu beheben, ohne auf den nächsten Mechaniker angewiesen zu sein. Vom Werkzeug über Ersatzteile bis hin zu Reifenflickzeug – diese Ausstattung kann entscheidend dazu beitragen, die Reise problemlos fortzusetzen.


Unabhängigkeit/Zeitersparnis

Eine Panne unterwegs kann frustrierend werden, vor allem, wenn man auf Hilfe angewiesen ist. Pannen wie ein platter Reifen oder eine Sturzschaden können jederzeit auftreten. Probleme wie ein platter Reifen oder Schäden nach einem Sturz können jederzeit auftreten. Wirklich kritisch wird die Situation jedoch in abgelegenen Regionen, in denen Unterstützung oft nicht unmittelbar verfügbar ist.

Umso wichtiger ist es, sich im Ernstfall selbst helfen zu können. Mit einem gut ausgestatteten Pannenset lassen sich viele dieser Probleme eigenständig beheben, sodass die Reise ohne größere Verzögerungen fortgesetzt werden kann.

Zu den häufigsten Ursachen für Ausfälle bei Motorrädern zählen vor allem Verschleißteile wie Reifen, Batterie, Kette und Bremsen. Dabei stehen Reifenschäden und Batterieprobleme besonders häufig an der Spitze.

Umso wichtiger ist es, das Motorrad vor Reiseantritt gründlich zu überprüfen und beanspruchte Bauteile rechtzeitig zu warten oder auszutauschen. So lassen sich viele unnötige Zwischenfälle bereits im Vorfeld vermeiden.

Eine Panne durch einen platten Reifen ist zwar unangenehm, lässt sich aber mit einem Reifenkit schnell beheben -insbesondere bei Schlauchlos-Reifen.

Ein abgefahrener Reifen jedoch birgt nicht nur Sicherheitsrisiken, er kann auch nicht so einfach vor Ort getauscht werden. Daher ist es wichtig vor der Reise das Reifenprofil zu prüfen oder im besten Fall den kompletten Reifensatz vor der Reise zu erneuern.

Neben einer Reifenpanne, ist eine entladene Starterbatterie eine der häufigsten Ursachen für eine Motorradpanne.

Die häufigste Ausfallgründe sind längere Standzeiten des Motorrads, hohe Entladung während der Fahrt, hohes Alter der Batterie oder gelöste Kabel am Batteriepol.

Eine tragbare Starthilfe in Form von einer kleinen Powerbank kann daher eine nützliche Lösung auf Reisen sein – ersetzt aber keine ordentliche Inspektion vor der Reise.

Zündungsprobleme bei Motorrädern können verschiedene Ursachen haben – von verschlissenen Zündkerzen über defekte Zündspulen bis hin zu fehlerhaften Verbindungen in der Elektrik, etwa am Zündschloss, an der Batterie oder an der Zündkerze.

Kommt es zu Zündaussetzern, kann das Motorrad entweder gar nicht erst anspringen oder während der Fahrt plötzlich an Leistung verlieren beziehungsweise ausgehen.

Regelmäßige Wartung und eine rechtzeitige Überprüfung der Zündanlage sind daher entscheidend, um solche Störungen von vornherein zu vermeiden.

Ein plötzliches Bremsversagen oder Probleme mit den Bremsen, wie abgenutzte Bremsbeläge oder eine undichte Bremshydraulik, können die Sicherheit direkt beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen führen.

Bremsenprobleme sind oft das Ergebnis vor unzureichender Wartung vor Antritt der Motorradreise. Bremsbeläge sollten vor jeder langen Reise im besten Fall erneuert werden.

Eine gerissene oder stark abgenutzte Kette bzw. ein beschädigter Antriebsriemen kann eine Motorradreise abrupt beenden. Eine Reparatur vor Ort ist in der Regel nicht möglich.

Kettenprobleme treten oft durch fehlende Wartung auf. Daher ist hier wichtig, alle Bauteile auf Verschleiß zu prüfen und regelmäßig zu pflegen.

Probleme an der Kupplung können das Fahren mit Motorrad erheblich erschweren und in manchen Fällen sogar komplett verhindern.

Die Ursachen können vielfältig sein: Verschlissene Kupplungsbeläge, falsche Einstellung des Kupplungsseils oder Probleme im Hydrauliksystem.

Um diese Probleme möglichst im Vorfeld auszuschließen, ist es auch hier wichtig, das Motorrad vor der Reise ausgiebig zu inspizieren.

Sicherheit

Gerade auf längeren Reisen, bei denen man sich in abgelegenen oder dünn besiedelten Regionen befindet, kann das Warten auf Pannenhilfe riskant sein.

Mit der richtigen Notfallausrüstung lässt sich die Reise nicht nur fortsetzen, sondern auch das Sicherheitsrisiko in einer potenziell unsicheren Umgebung deutlich verringern.

Zudem kann man in manchen Situationen bei fehlender Handynetzabdeckung gezwungen sein, mit einer beschädigten Maschine weiterzufahren, was das Unfallrisiko natürlich erheblich erhöhen kann.

Daher ist ein Motorrad-Pannenset unverzichtbar: Es hilft nicht nur dabei, technische Probleme zu beheben, sondern trägt auch entscheidend zur eigenen Sicherheit bei.

In abgelegenen Gegenden kann es sehr lange dauern, bis Hilfe eintrifft, und möglicherweise ist es sogar schwierig, den genauen Standort aufgrund von Sprachbarrieren zu kommunizieren.

Die Fähigkeit, sich in einem solchen Fall selbst zu helfen, ist daher von unschätzbarem Wert.

Schlechtes Wetter – etwa starker Regen, Kälte oder extreme Hitze – kann eine Panne erheblich verschärfen.

Vor allem bei sehr niedrigen oder hohen Temperaturen kann ein Defekt schnell gefährlich werden, da die Gefahr von Unterkühlung oder Dehydrierung deutlich steigt.

In abgelegenen Gebieten und Länder gibt es häufig kein ausgebautes Werkstattnetz sowie vorrätige Ersatzteile, um eine notwendige Reparatur durchzuführen.

Nicht lieferbare Reifen, Leckagen am Motor oder defekte Kabel können die Motorradreise im schlimmsten Fall vorzeitig beenden.

Besonders wenn man in abgelegenen Gebieten eine Panne erleidet, kann die Einsamkeit und die Isolation zu Angst und Stress führen, was die Fähigkeit beeinträchtigt, klare Entscheidungen zu treffen oder Probleme zu lösen.

Mit der Gewissheit sich im Notfall selbst helfen zu können, kann in den meisten Fällen sehr beruhigend sein.

Wenn man sich in abgelegene Gebirgspassagen oder Wälder aufhält, ist es durchaus möglich auf wildlebende Tiere wie Bären/Wildschweine/Wölfe zu treffen, die möglicherweise eine Gefahr darstellen können.

Zudem kann ein fahrtüchtiges Motorrad das Risiko verringern, ungewünschte Bekanntschaften mit “Strauchdieben” zu machen.

In abgelegenen Gegenden gibt es möglicherweise keine ausreichende Mobilfunkabdeckung oder GPS-Empfang, sodass man keine direkte Kommunikation mit dem Pannendienst herstellen kann.

Ohne Kommunikation wird es schwer, Hilfe zu finden, was die Zeit bis zum Eintreffen von einem Pannenhelfer verlängern kann.

Kostenersparnis

Die Verwendung eines Pannensets bei einer Motorradreise kann in vielen Fällen eine Menge Zeit und Geld sparen.

Eine Reparatur in Eigenregie sorgt dafür, dass die Reise ohne unnötige Unterbrechungen und Frustration fortgesetzt werden kann.

Auch die Vermeidung zusätzlicher Kosten durch teure Dienstleistungen (Abschleppdienst) oder Ersatzteile kann eine erhebliche finanzielle Entlastung bedeuten.

Demzufolge ist ein Pannenset in viele Situationen ein wertvolles Hilfsmittel und eine lohnenswerte Investition. Ein geeignetes Pannenhilfe-Set kostet in der Regel weniger als 50 Euro, nimmt kaum Platz weg und kann langfristig viel Ärger vermeiden.

Empfehlung:

Obwohl ein Pannenset eine sehr kostengünstige und praktische Lösung ist, um kleinere Probleme selbst zu beheben, kann eine Zusatzversicherung gerade bei größeren Problemen oder aufwändigeren Reparaturen ein beruhigendes Sicherheitsnetz bieten.

Sie übernimmt nicht nur die Kosten für Pannenhilfe und Reparaturen, sondern sorgt auch dafür, dass du in Notfällen schnell und unkompliziert Unterstützung erhältst.


Inhalt eines Pannenhilfe-Sets

Reifenreparatur Set

Ein Reifenreparatur-Set ist für Motorradfahrer ein äußerst wichtiges Zubehör, da es in Notfällen schnell eine Lösung bietet, um kleinere Schäden am Reifen durch beispielsweise Schrauben oder Nägel selbst zu beheben und die Reise fortzusetzen – ohne auf professionelle Hilfe angewiesen zu sein.

Insbesondere in abgelegenen Gebieten, kann es den Unterschied ausmachen, ob man eine Reise in wenigen Minuten wieder fortsetzen kann oder auf professionelle Hilfe warten muss.

Insbesondere Schlauchlos-Reifen können dank moderner Reparaturmethode mit wenig Aufwand direkt an der beschädigten Stelle repariert werden. Dafür werden kaum Hilfsmittel benötigt.

Reifen mit Schläuchen hingegen sind deutlich aufwendiger zu flicken und erfordern viel handwerkliches Geschick. In den meisten Fällen muss die betroffene Felge ausgebaut werden, um ein neuen Schlauch oder Flicken einzusetzen. Das ist zwar oft nachteilig, findet jedoch im Offroad-Einsatz häufig Verwendung, da auch eine beschädigte Felge mit einem neuen Schlauch immer noch dicht halten kann.


Reifenpannen-Set für Reifen (Schlauchlos):

Hinweis:

Reifenpannen-Sets für Reifen mit Schlauch-Einsatz benötigen eine individuelle Zusammenstellung an Werkzeugen, Ersatz-Schläuchen und Flickzeug für das genutzte Motorrad. Daher kann in diesem Fall keine allgemeingültige Kaufempfehlung abgegeben werden.

Kabelbinder

Kabelbinder sind äußerst vielseitige und praktische Werkzeuge, die auch bei Motorradpannen hilfreich sein können. Sie sind leicht, kostengünstig und nehmen wenig Platz in einem Notfall-Kit ein.

Sie können in zahlreichen Pannensituationen als temporäre Lösung dienen, um lose oder beschädigte Teile zu sichern, um eine Weiterfahrt zu ermöglichen.

Hier einige Einsatzbeispiele:

Bei einer Panne oder nach einem Sturz können sich verschiedene Teile des Motorrads wie Verkleidungen, Spiegel, oder das Windschild lösen, brechen oder sogar ganz abfallen.

Kabelbinder können verwendet werden, um diese Teile provisorisch zu fixieren, damit man die Fahrt fortsetzen kann.

Manchmal können sich Kabel, Steckverbindungen oder Flüssigkeitsschläuche am Motorrad lösen, was zu Problemen führen kann.

Kabelbinder bieten eine einfache Möglichkeit, lose Kabel oder Schläuche zu fixieren, sodass sie nicht in andere Teile des Motorrads geraten und die Fahrt gefährden.

Durch starke Vibrationen können sich oftmals Schrauben an der Auspuffhalterung, am Nummernschild, am Kettenschutz oder an anderen Bauteilen lösen und teilweise verloren gehen.

Hier können Kabelbinder als Schrauben-Ersatz dienen, um beispielsweise den Auspuffhalter vorübergehend zu stützen.

Falls sich während der Fahrt eine Softgepäck-Tasche lockert oder von der Befestigung abfällt, kann ein Kabelbinder verwendet werden, um die Tasche schnell und sicher am Motorrad zu fixieren.

Abgesehen von den genannten Einsatzzwecken, gibt es natürlich noch viele weitere nützliche und kreative Einsatzmöglichkeiten für Kabelbinder.


Einweg- und Mehrwegkabelbinder :

Hinweis:

Es gibt verschiedene Ausführungen und Varianten des nützlichen Binders. Wir empfehlen einen bunten Mix aus Einweg- und Mehrwegkabelbinder in unterschiedlichen Größen.

Anders als “normale” Kabelbinder können Mehrwegkabelbinder wieder geöffnet und wiederverwendet werden, was in manchen Situationen sehr nützlich sein kann. Sie haben aber im Vergleich zu Standard-Kabelbindern eine etwas geringere Zugbelastung.

Knetmetall

Knetmetall, auch als Epoxidmetall bekannt, ist ein Zweikomponenten-Kleber, der nach dem Mischen zu einer formbaren, knetbaren Masse wird.

Innerhalb weniger Minuten härtet diese Masse aus und erreicht eine Festigkeit, die fast der von Metall entspricht. Je nach Produkt hält sie Temperaturen von bis zu 300 °C stand und ist beständig gegen Wasser, Öl und Benzin – ideal für den mobilen Einsatz, zum Beispiel bei Motorradpannen.

Hier einige Einsatzbeispiele:

Knetmetall kann besonders hilfreich sein, um Risse oder Lecks am Motorgehäuse, Kühler oder Tank zuverlässig abzudichten. Sobald die betroffene Stelle sauber, trocken und fettfrei ist, lässt sich das Knetmetall direkt auf das Leck drücken. Nach wenigen Minuten härtet es aus und dichtet zuverlässig ab – sogar bei Kontakt mit Öl und hohen Temperaturen.

Das reicht in der Regel aus, um die Heimfahrt oder sogar mehrere Fahrtage zu überbrücken, bis man die Möglichkeit hat, die Schadstelle fachgerecht zu reparieren.

Ob Spiegel, Auspuff, Verkleidung, Blinker oder Gepäckträger – wenn eine Halterung bricht oder sich löst, kann das schnell zum echten Problem werden. Genau hier zeigt Knetmetall seine Stärke.

Knetmetall eignet sich hervorragend, um gebrochene oder gerissene Halterungen provisorisch zu reparieren oder neu zu formen. Sobald das Material “angerührt” ist, kann man es wie Ton modellieren, an die gewünschte Stelle drücken und formen. Nach dem Aushärten wird es hart wie Metall und ist dabei sehr belastbar.

Ein klassischer Fall, den viele Motorradfahrer kennen: Nach einem Umfaller, leichten Sturz oder Offroad-Abenteuer ist plötzlich die Fußraste verbogen oder abgebrochen, oder der Brems- oder Schalthebel lässt sich nicht mehr ordentlich bedienen.

Wenn gerade kein Ersatzteil zur Hand ist kann Knetmetall eine erstaunlich effektive Notlösung sein.

Mit ein wenig Kreativität und zusätzlichen Hilfsmittel lassen sich zum Beispiel improvisierte Bremshebel, Fußrasten neu modellieren. Hält zwar keine Ewigkeit, aber oft weit genug, um zurück in die Zivilisation zu kommen.

Knetmetall ist kein Wundermittel, aber in vielen Notsituationen am Motorrad ein echter Lebensretter. Es ist einfach, zuverlässig und unglaublich vielseitig. Mit ein wenig Kreativität lassen sich viele Pannen provisorisch beheben, ohne gleich auf einen Abschleppdienst oder Werkstatt angewiesen zu sein.

Wer auf längeren Touren unterwegs ist, sollte daher eine kleine Menge davon im Bordwerkzeug mitführen. Es wiegt wenig, braucht kaum Platz, kann aber im Ernstfall oftmals die Weiterfahrt ermöglichen und ist im richtigen Moment unbezahlbar.


Knetmetall auf Basis von Epoxid-Harz :

Panzertape

Panzertape (auch bekannt als Duct Tape, oder Gaffa Tape) ist ebenfalls ein nützliches Hilfsmittel, das in keiner Notfallausrüstung fehlen darf.

Es ist leicht, kompakt und vielseitig. Es klebt auf Metall, Kunststoff, Textil und Gummi. Es hält Regen, Sonne, Staub und sogar leichten Hitzeeinwirkungen stand. Und vor allem: Es funktioniert – schnell und unkompliziert. Oft länger, als man erwarten würde.

Für Motorradfahrer ist Panzertape deshalb nicht einfach nur ein Stück Klebeband – es ist ein echtes Notfall-Werkzeug.

Hier einige Einsatzbeispiele:

Ob durch Vibrationen, äußere Einflüsse oder einen Sturz – es kann jederzeit passieren, dass sich das Glas löst oder teilweise bricht. Mit Hilfe von Panzertape lässt sich das Spiegelglas notdürftig fixieren.

Bei vollständiger Zerstörung lässt sich auch ein Schminkspiegel oder Bruchglas in die Spiegelhalterung einkleben.

Ein Helm ist eines der wichtigsten Sicherheitselemente beim Motorradfahren. Doch auch der robusteste Helm kann im Laufe der Zeit kleinere Schäden erleiden.

Wenn das Visier blockiert oder sich Teile gelöst haben, kann Panzertape eine schnelle Lösung bieten, um die Situation vorübergehend zu lösen.

Egal, ob bei kleinen Schäden an der Motorradbekleidung, an deinem Gepäck oder an deinem Zelt – Panzertape bietet schnelle und unkomplizierte Hilfe, um unterwegs vorübergehende Reparaturen vorzunehmen und sich vor Umwelteinflüssen wie Regen zu schützen.

Egal, ob es sich um beschädigte Verkleidungen, Halterungen oder lose Teile handelt – Panzertape kann neben Knetmetall oder Kabelbinder eine schnelle und einfache Möglichkeit bieten, Reparaturen direkt vor Ort durchzuführen.

Welches Hilfsmittel am besten geeignet ist, muss man je nach Anwendungsfall vor Ort entscheiden. Manchmal ist die Kombination aus mehreren Hilfsmittel besonders effektiv.

Panzertape ist nicht nur ein praktischer Helfer bei kleineren Pannen, sondern auch ein vielseitiges, kostengünstiges Tool. Statt die gesamte Rolle mitzunehmen, kann man das Tape auf eine kleinere Rolle aufwickeln – zum Beispiel um einen passenden Inbusschlüssel oder ein Multitool.

So entsteht eine handlichere, kompakte Version, die deutlich weniger Platz im Gepäck beansprucht.


Panzertape-Rollen :

Selbstschweißendes Reparaturband

Wenn ein Schlauch undicht ist, ein Kabel blank liegt oder sich ein kleines Bauteil löst, ist schnelle Hilfe gefragt. Genau hier kommt ein unscheinbares, aber extrem praktisches Hilfsmittel ins Spiel: Selbst-verschweißendes Reparaturband.

Dieses Spezialband – meist aus Silikon oder einem ähnlichen elastischen Polymer – klebt nicht wie herkömmliches Isolierband, sondern verschmilzt mit sich selbst zu einer nahtlosen, dichten und widerstandsfähigen Verbindung. Es ist hitzebeständig, luft- und wasserdicht, flexibel, elektrisch isolierend und chemikalienresistent.

Hier einige Einsatzbeispiele:

Bei Undichtigkeit am Kühlerschlauch kann die Schadstelle mit dem Silikonband mehrfach straff umwickelt und dicht verschweißt werden. Das kann eine temporäre Weiterfahrt bis zur nächsten Werkstatt ermöglichen.

Tropft Benzin oder Oel am Verbindungsschlauch, kann das unangenehme Folgen haben.

Aber auch kleine Risse oder Poren an Unterdruckschläuchen können zu unrundem Motorlauf oder Startproblemen führen.

Mit dem Silikonband kann man diese Leckage gut abdichten.

Vorsicht: Bei Hochdrucksystemen bzw. Benzin-Einspritzung ist diese Reparaturmethode ungeeignet!

Sind mal Kabel durchgescheuert oder liegen offen, kann das Band für feuchtigkeitsresistente und hitzefeste Isolierung sorgen – viel zuverlässiger als normales Isolierband.

Ebenso wie Kabelbinder, Knetmetall oder Panzertape lassen viele Bauteile mit dem selbst schweißenden Band provisorisch fixieren. Mit etwas Kreativität ist vieles möglich. Auch die Kombination mit anderen Hilfsmitteln kann das Reparaturband sehr dienlich sein.

Gerade auf Touren, fernab der nächsten Werkstatt, kann es zum entscheidenden Notfallhelfer werden, der dich vor einer teuren oder gefährlichen “Liegenbleiber-Situation” bewahrt.

Es ersetzt keine professionelle Reparatur – aber es kauft dir Zeit und Strecke, um sicher ans Ziel zu kommen. Zudem hat es geringes Gewicht und wenig Platzbedarf, insbesondere wenn man nicht die gesamte Rolle mitführt, sondern ähnlich wie beim Panzertape nur lange “Teilstücke” des Bandes in die Notfalltasche verstaut.


Selbstschweißendes Reparaturband :

Mini- Erste Hilfe Set

Neben vielen praktischen Pannenhelfern gehört ein Mini-Erste-Hilfe-Set zur absolut grundlegenden Sicherheitsausstattung.

Ob es sich um eine Schürfwunde nach einem harmlosen Ausrutscher handelt, eine Blase am Fuß, einen Insektenstich oder eine kleinere Schnittwunde bei der Essenszubereitung oder beim Schrauben – mit einem gut bestückten Mini-Set lassen sich diese kleinen Verletzungen schnell und effektiv versorgen.

Hier einige Empfehlungen:

Verbandpäckchen (mittel oder groß) – für größere Wunden

Sterile Kompresse (z. B. 10 × 10 cm) – zur Wundabdeckung

Dreiecktuch – zur Fixierung von Armen oder als Druckverband

Rettungsdecke (gold/silber) – schützt vor Auskühlung oder Hitze (Auch bei kalten Campingnächten)

Wundpflaster (verschiedene Größen) – für kleinere Schnittwunden

Rollenpflaster (z. B. 2,5 cm x 5 m) – zum Fixieren von Verbänden

Einmalhandschuhe (latexfrei, Größe L) – Schutz bei Kontakt mit Blut

Erste-Hilfe-Anleitung (kompakt) – für den Ernstfall kurz und klar

Blasenpflaster – bei langen Fahrten mit engen Stiefeln Gold wert

Antihistamin-Gel oder Tuch – gegen Insektenstiche oder Hautreizungen

Wunddesinfektionsmittel (kleines Fläschchen oder Tücher)

Schmerztabletten (z. B. Ibuprofen, Paracetamol) – bei Kopfschmerzen oder kleinen Verletzungen

Sterile Augenspülung (Miniampulle) – Staub, Insekten oder Öl im Auge

Auch wenn man selbst unverletzt bleibt, kann man mit dem Hilfe-Set anderen helfen – etwa einem Mitfahrer oder einem gestürzten Radfahrer am Wegesrand.

Und nicht zuletzt: In vielen Ländern ist das Mitführen eines Erste-Hilfe-Sets (inkl. Warnweste) auf dem Motorrad sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Zum Glück gibt es heute extrem kompakte und leichte Sets, die speziell für Motorradfahrer zusammengestellt wurden. Sie passen bequem unter die Sitzbank, in den Tankrucksack oder in eine kleine Gepäcktasche.


Erste Hilfe Set :

Starthilfe Powerbank (inkl. Luftkompressor)

Ein sehr nützliches und vielseitiges Gerät auf einer Motorradreise ist eine Starthilfe-Powerbank mit integriertem Luftkompressor.

Dieser kleiner Allrounder lädt nicht nur das Handy oder Navi, sondern kann auch das Motorrad starten – selbst bei einer völlig leeren Batterie. Und mit einem integrierten Kompressor bringt man in wenigen Minuten wieder den richtigen Druck auf die Reifen.

Ein kleines Gerät mit großer Wirkung: Mehr Sicherheit, mehr Unabhängigkeit – und das gute Gefühl, auf alles vorbereitet zu sein.

Hier einige Einsatzbeispiele:

Starthilfe-Funktion für Motorradbatterien (auch bei schwacher oder leerer Batterie)

Luftkompressor-Funktion zum Aufpumpen von Reifen oder Isomatten

Powerbank-Funktion zum Laden von Handy, Navi oder Kamera (USB-Anschluss)

Integrierte LED-Leuchte – ideal bei Pannen im Dunkeln oder als Lichtquelle beim Campen

Kompakte Bauweise – passt in Tankrucksack, Topcase oder Gepäckrolle

Unabhängig vom Stromnetz – perfekt für eine Camping-Tour

Eine Starthilfe-Powerbank mit Luftkompressor ist daher weit mehr als nur ein nettes Gadget – sie ist ein echter Sicherheitsgewinn für jeden Motorradfahrer.

Die Geräte sind in den letzten Jahren deutlich kleiner, leichter und leistungsfähiger geworden, sodass sie problemlos im Koffer oder im TopCase mitgeführt werden können.

Für alle, die unabhängig und autark unterwegs sein wollen, gehört ein solches Multifunktionsgerät daher zu einer sinnvollen Erweiterungen der Notfallausrüstung auf dem Motorrad.


Powerbank mit Starthilfe/Kompressor :

Bordwerkzeug

Wenn man mit dem Motorrad auf Reisen geht, muss man nicht gleich eine halbe Werkstatt im Gepäck mitführen – aber ganz ohne Werkzeug loszufahren ist genauso unvernünftig.

Die Kunst liegt darin, genau das dabeizuhaben, was man wirklich brauchen könnte – und alles andere wegzulassen. Denn Platz und Gewicht sind auf dem Motorrad nun mal begrenzt.

Das Ziel ist nicht, das Motorrad unterwegs komplett zerlegen zu können– sondern kleine Reparaturen, Nachjustierungen und Notfälle selbst in den Griff zu bekommen.

Dabei ist es wichtig, schon vor Antritt der Reise das Motorrad genau zu inspizieren und nötige Verschleißteile wie Reifen, Bremsbeläge, Kettensatz zu erneuern, damit das Bordwerkzeug erst gar nicht zum Einsatz kommen muss.

Hier ein paar nützliche Werkzeuge:

Die Kette gehört zu den wichtigsten (und wartungsintensivsten) Bauteilen am Motorrad – gerade auf längeren Touren oder bei wechselnden Bedingungen wie Regen, Staub oder Offroad muss die Kette häufiger geschmiert und nachgestellt werden.

Deshalb lohnt es sich, ein kleines, gezieltes Set dabeizuhaben, mit dem man die Hinterradachse lösen und die Kette Nachspannen kann.

Hierfür eignet sich zum Beispiel ein verstellbarer Maul- und Ringschlüssel. Durch die Verstell-Einrichtung lassen sich die Werkzeug auf viele verschiedene Schraubengrößen einstellen, sodass kein vollständiger Satz von Ring/-Maulschlüssel mitgeführt werden muss.

Viele moderne Motorräder verwenden heute eine Mischung aus Torx- und Inbusschrauben.

Torx bietet eine bessere Kraftübertragung und geringere Abnutzung, während Inbus (Hex) weit verbreitet und einfach zu handhaben ist. Das Problem ist: Man benötigt oftmals beides.

Gerade auf Tour möchte man aber nicht zwei vollständige Werkzeugsätze mitschleppen. Deshalb empfiehlt es sich, lediglich ein kompletten Torx-Satz mitzuführen. Damit sich lassen sich sowohl Torx als auch Inbusschrauben lösen bzw. festziehen.

Der klassische Schraubendreher ist robust und direkt einsatzbereit – aber eben nur für eine Schraubenart. Für jeden Schraubentyp einen eigenen Schraubendreher mitzunehmen, ist allerdings nicht nur unpraktisch, sondern benötigt auch viel Stauraum.

Ein Bit-Schraubendreher dagegen bringt hier eine clevere Lösung: ein Griff mit vielen unterschiedlichen Bit-Aufsätzen – kompakt, leicht und perfekt für unterwegs.

Der Leatherman ist ebenfalls kein Ersatz für einen kompletten Werkzeugsatz, aber ein geniales Multitool, das auf keiner Motorradreise fehlen darf.

Es beinhaltet viele nützliche Werkzeuge wie Messer, Feile, Säge und Zange in einer kompakten Bauform. Damit lassen sich viele Probleme auf der Reise lösen:

Kabelbinder durchtrennen (Zange/Messer)

Nagel/Schraube im Reifen entfernen (Zange)

Essenszubereitung (Messer, Dosenöffner)

Mini-Reparaturen am Zelt oder Camping-Gear

Beim Zusammenstellen des Bordwerkzeugs denkt man zunächst an Schraubenschlüssel, Bit-Sätze oder ein Multitool – oft sind es jedoch die kleinen, unscheinbaren Helfer, die unterwegs den größten Unterschied machen.

Zwei echte Geheimtipps, die kaum Platz beanspruchen, aber in vielen Situationen unbezahlbar sind: ein Stück stabiler Draht und ein Paar Gummihandschuhe. Sie wiegen kaum etwas, lassen sich in jeder Ecke der Werkzeugtasche verstauen und sind unglaublich vielseitig einsetzbar.

  • Draht kann für viele provisorische Befestigung von Bauteilen am Motorrad dienen – insbesondere in Kombination mit Knetmetall oder Klebeband
  • Gummihandschuhe können vor Schmutz und Kälte schützen – gleichzeitig aber auch für die Wundversorgung nützlich sein.

Die vorgestellten Werkzeuge ersetzen natürlich keine voll ausgestattete Werkstatt und ermöglichen nicht jede erdenkliche Reparatur. Sie schützen auch nicht vor jeder möglichen Panne.

ABER: Mit diesem Set ist man für die meisten typischen Pannen und kleineren Notfälle unterwegs bestens gerüstet.


Praktische Bordwerkzeuge: